Protokolle:Ergebnisse des Februar-Treffens

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Inhaltsübersicht

Ergebnisse des Treffens im Februar

Wir hatten zunächst eine Tagesordnung gemacht, die wir versucht haben abzuarbeiten. Ich fand allerdings, dass dieser Prozess etwas schleppend ging und ich mich selbst dabei auch nicht so sehr wie von mir erhofft motivieren konnte. Angenehmer waren dann die Gespräche, die sich mehr aus der Situation heraus ergeben haben und ich würde inzwischen sagen, dass ich es mir (allgemein) besser vorstelle, eine Zeit zusammen zu "leben" (also nicht nur für ein Treffen zusammenzukommen) und dabei verschiedenes mit dem Projekt zusammenhängende oder auch Anderes zu machen, immer wieder ins Gespräch zu kommen und das Projekt so weiterzuentwickeln. Das soll nicht gegen konkrete Vereinbarungen zur Besprechung spezieller Aspekte sprechen, aber dagegen, es immer zu formalisieren.

Die Ergebnisse gibt es nun nicht als Gesamtprotokoll, sondern in Form von Mitschriften einzelner Beteiligter. Diese werden sicherlich noch an geeigneten Stellen hier im Wiki eingefügt.

Mein Eindruck des Treffens (Maxim)

Nachdem ich das Treffen verließ, wurde ich von mehreren am Projekt Beteiligten nach den Gründen gefragt. Anfangs dachte ich mir, ein Gespräch sei geeigneter, als Kommunikation per Mehl oder Wiki, aber um es nicht noch weiter aufzuschieben, nutze ich jetzt das Wiki.

Schon in den Tagen vor dem Treffen baute sich bei mir (unterbewusst) Leistungsdruck auf. (Ein Punkt der schon in auf dem ersten Treffen beim Jukss genannt wurde) Der drückte sich z.B. darin aus, dass ich all meine Handlungen als von außen beobachtet und bewertet wahrnahm. Das führte dazu, dass ich ein "schlechtes Gewissen" bekam, sobald ich "ineffiziente " Dinge tat, wie z.b Spazieren oder Lesen.

Bei dem "offiziellen" Treffen war ich total verunsichert und überfordert von der plenaren Atmosphäre. Schon das Erstellen der Tagesordnungspunkte, (die anscheinend nacheinander abgearbeitet werden sollten) wirkte sehr formal und erweckte bei mir den Eindruck, das Treffen müsse nach diesem festen Schema ablaufen und ließe keinen Raum für Gespräche, die sich aus der Situation heraus ergeben. Der Eindruck von Formalität und Starrheit verstärkte sich, als die Befindlichkeitsrunde begann, bei der ich das Gefühl hatte, es ginge in erster Linie darum, wer wie effizient welche Arbeit verrichtet hat, und nicht, wie es den einzelnen Menschen geht.

Dadurch, dass ich annahm (und immer noch denke), alle beteiligten Personen hätten sich mit dem Thema Dominanzabbau und kreativen Gruppenprozessen beschäftigt, verunsicherte mich die Situation zusätzlich und machte mich völlig handlungsunfähig.

Dennoch bin ich weiterhin motiviert, "schöner zu wohnen" und wünsche mir eine lockere aber dennoch motivierte Organisierung, ähnlich wie oben beschrieben:
"Eine Zeit zusammen zu "leben" (also nicht nur für ein Treffen zusammenzukommen) und dabei verschiedenes mit dem Projekt zusammenhängende oder auch anderes zu machen, immer wieder ins Gespräch zu kommen und das Projekt so weiterzuentwickeln. Das soll nicht gegen konkrete Vereinbarungen zur Besprechung spezieller Aspekte sprechen, aber dagegen, es immer zu formalisieren"

Befindlichkeiten

Kim, Maggie und Falk sind weiterhin gut motiviert zu diesem Projekt. Allerdings haben alle nicht viel Zeit gefunden, um seit dem JUKSS weiteres vorzubereiten oder voranzubringen. Kim möchte in der Zeit bis Ende März aber vorankommen mit der Haussuche per Internet und hat sich außerdem mit Jan (MD) abgesprochen, sich von der Haussuche des Vitopia-Hausprojekts erzählen und Connections vermitteln zu lassen. Falk wird wohl erst ab Ende März wieder richtig Zeit finden, um sich reinzuhängen. Und bei Maggie sieht's so aus, dass sie das entweder zwischen all ihrem Politstress unterbringt (was sie möchte) oder sich ihre Aktivitäten zeitlich nach hinten verschieben werden (was angesichts der vielen Planungen nicht unwahrscheinlich ist).

Espi möchte sich derzeit nicht intensiv in das Projekt reinhängen, würde aber einzelne, konkrete Sachen beitragen. Sie möchte nicht, dass ihre Beteiligung als allgemeine Mitarbeit gewertet wird und dass in dieser Hinsicht über zugesagte Aktivitäten hinaus mehr erwartet wird. Zugesagt ist das Beantragen von EU-JUGEND-Geldern für das Projekt, sobald das sinnvoll erscheint.

Hauke organisiert gerade seinen Abgang. Lässt sich noch nichts Genaueres drüber sagen. Motivation ist hoch, aber er kommt zu nix, weil er gerage akute Anzeichen von Schafigkeit zeigt. Sein Ziel ist eigentlich, bis zum Herbst noch irgendwo Schotter klar zu machen. Er denkt, dass das etwas ist, was sich auch von weit weg erledigen lässt.

Projektgedanken

Im Gespräch mit verschiedenen Menschen entstand der Eindruck, dass viele das "Schöner Wohnen"-Projekt als "abgeschottet" wahrnehmen. Wir haben uns gefragt, woran das liegt und es ist schon seltsam, wenn ausgerechnet ein Projekt, das den Charakter eines "Offenen Raumes" haben soll, als geschlossen gesehen wird. Ursache könnte einerseits sein, dass "wir" als zielstrebig und mit hohen Ansprüchen an Organisierung und an das Projekt wahrgenommen werden und andererseits, dass nicht großflächig eingeladen wurde, sondern die Runde durch gezieltes Ansprechen einzelner Leute zustande kam. Mit der Problematik, dass unser Projekt nicht als "offen" wahrgenommen wird, werden wir uns auseinandersetzen müssen. Eine spätere offensive Verbreitung der Ideen, die mit dem "Schöner Wohnen"-Projekt verbunden werden, und des offenen Charakters für alle, die die Räume nutzen wollen, wird das Problem hoffentlich mindern.

Eine Idee, wie die Vorstellungen, die Einzelne der Projektbeteiligten dazu haben, plastischer gemacht werden könnten, ist das Verfassen utopischer Geschichten. Diese könnten jeweils einzelne Aspekte behandeln und beschreiben, wie in diesem Projekt spezielle Situationen aussehen könnten. Das würde die Idee, Utopien praktisch werden lassen zu wollen, greifbarer machen. Erste Texte dieser Art wurden für das grüne blatt "Frühjahr 2007" geschrieben: Kein "Schöner Wohnen" in dieser Zeit und Mitten aus der Utopie. Ersterer Text umreißt einen fiktiven Entstehungsprozess des Projekts, der zweite beschreibt ebenfalls fiktiv dessen politische Struktur.

Das Projekt sollte so "gestrickt" sein (also die Rahmenbedingungen darauf ausgerichtet sein), dass es nicht Einzelne gibt, die es aufrechterhalten, sondern so angelegt, dass es solche Monopol-Personen nicht geben muss. Es soll nicht einzelne Leute geben, die dafür zuständig sind, bestimmte Bereiche in Betrieb zu halten, sondern der Anspruch da sein, dass dies aus der Organisierung der NutzerInnen heraus bewältigt wird. Hier kommt auch die Idee der "Widerstands-NomadInnen" ins Spiel. Diese müsste konkreter formuliert werden und diskutiert werden, wie solche Strukturen aussehen müssten, wie die Kommunikation laufen könnte und welche Ansprüche ein solches Modell (keine konkret für ein Haus verantwortlichen Leute, sondern ein Pool vieler Menschen, die die Kompetenzen dazu haben und sich diesbezüglich miteinander organisieren) erfüllen kann bzw. wo dessen Grenzen liegen werden.

weiteres Treffen

Wir wollten uns nun nicht für ein weiteres allgemeines Treffen verabreden, sondern erstmal so in die Vorbereitung (d.h. vor allem Haussuche, aber auch Gedanken wälzen und sich darüber austauschen) starten. Einzelne wollen gern intensivere Arbeitsphasen mit einzelnen Leuten verabreden, wo dann auch Andere dazustoßen können. Aber eben, um was Konkretes zu machen. So gibt es eine Verabredung zwischen Maggie, Falk und Kim für ein Treffen in Bad Oldesloe zum Schnorren von Dingen, die jetzt schon organisiert werden können. Dieses soll in der ersten April-Woche stattfinden.

Eine Projekthaus-Suche-Fahrradtour ist außerdem von einigen Leuten für die Zeit vor dem G8 angedacht.

Orga

Dies hier betrifft unser Treffen vom Februar:

  • 2.-5. Februar 2006 im Jugend-Umweltbüro Magdeburg, Karl-Schmidt-Str. 4, 39104 Magdeburg-Buckau
  • Beginn ist am 2.2. um 10.00, deswegen wäre es am Praktischsten, wenn ihr versucht, schon am 1. Februar in Magdeburg zu sein
  • Telefon +49 391-55 70 753, Mail: magdeburg ÄT projektwerkstatt.de
  • Übernachtung ist zumindest im Jugend-Umweltbüro auf Schlafsäcken und Isomatten (bitte mitbringen) oder vielleicht auch in der Löwenzahn-Projektwohnung möglich
  • Essen könnten wir zum Teil schon vorher besorgen, eventuell muss aber auch noch zwischendrin containert werden...
  • Inhaltliche Ideen für das Treffen
  • JANUN-Antrag stellt Maggie
    • bis zehn Tage vorher Seminaranmeldung bei JANUN, Öko-Lebensmittelbelege organisieren
  • wer kommt?
    • Hauke kann nicht, möchte aber auf dem Laufenden gehalten werden
    • Falk ist durchgehend da
    • Kim ist auch durchgehend da, bereitet mit vor
    • Maggie ist - ab Freitag Nachmittag - durchgehend da
    • Maxim war bei der Vorbereitung dabei; nur am Freitag Vormittag dabei

Programm des Treffens

Ich will das Treffen nicht schon wieder von Anfang an dominieren. (Falk)
(Eingangsstatement, als erstmal wieder eine schweigende Runde da saß...)

Was soll besprochen werden?

  • Rechtsform (eventuell Satzung): Samstag , 10.00 Uhr
    • Satzungsentwurf von Falk
    • Recherchen zu Stiftung FreiRäume, Mietshäuser-Syndikat, Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit
      • nur für FreiRäume geschehen: kurze Vorstellung durch Espi
      • Mietshäuser-Syndikat: passt nicht so sehr in unsere Vorstellungen, da hier die Idee Kollektiveigentum ist und es nicht um die Organisierung Offener Räume geht; ansonsten schon ein spannendes Projekt
    • Vor- und Nachteile diskutieren
    • verschiedene Rechtsformen für das Projekt besprechen
  • Auseinandersetzung mit Falks Dominanz & Ideen zur Organisierung des Projekts: Sonntag, später Vormittag
    • Problem erkennen & lösen
    • wie soll/kann unsere Organisierung laufen?
      • Tuschelrunden
      • Kleingruppen
      • Arbeitsphasen mit losen Absprachen zwischendurch
      • ein paar Tage Alltag miteinander, zwischendrin immer wieder Gespräche, Austausch, Projekt-Vorbereitungs-Aktivitäten (OpenSpace-artig)
  • Tendenz: Innenstadt-Stadtrand-Dorf-Schaufenster => wo soll das Objekt am liebsten sein?
  • wo können wir nach Häusern recherchieren?
  • wie kann mensch "Offenen Raum" mit möglichst niedrigem "Scheitern-Risiko" praktizieren?
  • Befindlichkeiten checken: wie geht's den Leuten im Projekt?
  • NomadInnen-Projekt: Freitag, 17.00 Uhr
    • Austausch darüber
    • Unterschiede zwischen NomadInnen-Projekt und Idee der Widerstands-NomadInnen klären
    • wie sehen sich die einzelnen Projektbeteiligten in Bezug auf die NomadInnen-Idee?
  • Finanzierung
  • Utopie?!
  • Organisierung - wie stellen einzelne Projektis sich die vor?
  • Vernetzung / Koordinierung mit verschiedenen Hausprojekten
  • Klärung eventueller Probleme einleiten (z.B. Beziehungen...): Sonntag Nachmittag
    • Beziehungen, am Beispiel von: ... (naja, wir wissen schon *g*)
    • Beziehungens-Utopien-Text von Falk
    • weitere Themen entdecken, wie besprechen?
    • Übergang zu Utopien?