Projekte:Schlafräume

Aus Schöner Wohnen
Wechseln zu: Navigation, Suche


Schlafräume

Dieses Projekt wurde bisher nur als Idee geäußert, jedoch noch nicht konkret ausformuliert. Interessierte können hier also unbeschwert losplanen.

Es soll keine "Schlafräume" im Haus geben. Die Grundidee von "Kein 'Schöner Wohnen'" ist, dass im Haus eben nicht gewohnt wird, dass es ein reines Projekthaus ist. Das ist das besondere an dieser Projektidee, die auch in der Präsentation von Anfang an hervorgehoben wurde.

  • Was es stattdessen geben soll, sind "Rückzugsräume" bzw. "Ruheräume", die ermöglichen sollen, dass mensch sich mal aus dem Trubel rausziehen kann und einen (oder mehrere) ruhigen Platz findet. Dies sind aber keine "Schlafräume", es können auch Räume zum meditieren, entspannt arbeiten oder anderes machen sein.
  • Die einzigen, der bisherigen Konzeption entsprechenden "Schlafräume" sind die Unterkünfte des Seminarhauses. Diese sind aber dem Seminarbetrieb vorbehalten und nicht dafür gedacht, dass sich Leute hier einquartieren.

Eine ganz wesentliche Erfahrung aus dem Scheitern Offener Räume war die Wohnkomponente. In der Projektwerkstatt Saasen waren die meisten Probleme damit verknüpft, in der Offenen Uni BerlinS haben sich daran Streitigkeiten und die weitere Verschließung des Offenen Raumes festgemacht, das beGrenzt in Giessen ist daran gescheitert, das Jugend-Umweltbüro in Magdeburg hatte in diesem Zusammenhang seine wichtigste Belastungsprobe etc. Das ist auch ein naheliegendes Problem, da für viele Leute der Wohnbereich der Ort ist, wo sie abspannen wollen, mal nicht soviel nachdenken und offen für andere sein wollen etc. Dem steht ein Offener Raum - zumindest in der aktuellen Gesellschaft - deutlich entgegen. Hier muss ständig hinterfragt, reflektiert und Auseinandersetzung geführt werden. Wenn aber Leute da sind, die sich da aufhalten, weil sie da "wohnen" und nicht offen für Auseinandersetzungen sind, steht das empfindliche Gebilde "Offener Raum" in Gefahr. Die Idee des Projekthauses war es gerade als Resümee aus den Erfahrungen mit Offenen Räumen diese Schwierigkeit zu umgehen, indem es keine Wohnkomponente gibt.

Durch die Interessenbekundung einiger Leute aus der Bauwagen-Szene wurde die Debatte angestoßen, diese Grundidee "Es gibt kein Wohnen im Projekthaus" zu hinterfragen. Ein Motivationspunkt dafür ist die Befürchtung, dass bei völligem Ausschließen solcher Möglichkeiten besonders ignorante Leute Räume zu diesem Zweck umnutzen könnten und dass das dann zusätzliche Probleme schafft. Daher wollen wir in einem extra Workshop zum Thema "Wohnen" klären, welche Probleme mit Wohnen im Projekthaus gesehen werden, was die beteiligten Leute darunter überhaupt verstehen und welche Lösungen es geben könnte. Die Einrichtung von Schlafräumen entgegen den bisherigen Ideen könnte ein mögliches Ergebnis dieses Klärungsprozesses sein. Im Raum steht aber auch die Einrichtung eines Wohnprojektes in der Nähe, Bauwägen (also die Auslagerung dieses Lebensbereichs) und es gibt gewiss noch weitere denkbare Ansätze.

Vor diesem Klärungsprozess Fakten zu schaffen würde die Leute übergehen, die arge Bedenken gegen solche Räume im Haus haben.