Projekte:Regionalzeitung

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Inhaltsübersicht

Regionalzeitung

(Falk?, Hauke+++, Daniel++)

In Tageszeitungsformat soll ein neues Regionalmedium entstehen. Auf vorerst einem Zeitungsbogen soll monatlich in großer Auflage über regionale Themen, Projekte und Veranstaltungen informiert werden. Auch überregionale Themen sollen hier Platz finden, aber die Zeitung nicht dominieren. Die Regionalzeitung wird als Hauswurfsendung in Braunschweig verteilt. Die LeserInnen werden offensiv eingeladen, die Zeitung mitzugestalten. Dazu wird auch zu Schreib- und Layoutworkshops eingeladen. Im besten Fall wird die Regionalzeitung eine ernstzunehmende Alternative zur kommerziellen Lokalzeitung vor Ort.

  • Flächenbedarf: Nutzung des IMC
  • Inventar:
    • einige Stehsammler und Aktenordner
    • digitale Speichermedien, eigener Ordner für das Projekt auf dem Server
  • Gratisökonomie-Potential:
    • kostenlose Bücher durch Abdruck von Rezensionen
    • kostenlose Zeitschriften durch Austauschabos
    • Möglichkeit kreativer Kooperationen (z.B. kostenpflichtige Dienstleistung gegen Anzeigenschaltung)
  • Output:
    • Medienworkshops, Schreibworkshops
    • Printausgabe der Braunschweiger Regionalzeitung


Gegenöffentlichkeit[1] ist ein wichtiges Element für emanzipatorische Politik. Dabei ist der Mediensektor Tageszeitung (neben dem Fernsehen) ein sehr wichtiger Ort von Meinungsbildung und -verbreitung. In den üblichen Massenmedien ist dieser Prozess der Entwicklung von Diskursen häufig fremdbestimmend, es wird mehr Meinungsmache betrieben als dass ein gleichberechtigter Austausch unterschiedlicher Meinungen und freier Zugang zu Informationen gewährleistet würde. Unabhängige Medien bilden daher meistens auch eine Gegenöffentlichkeit zum Mainstream der Diskurse. Allerdings sind diese genauso häufig auch lediglich durch andere Interessengruppen beherrscht und bilden nur ihre eigenen Meinungen ab.

Die Braunschweiger Regionalzeitung soll hier einen Schritt weiter gehen. Gewiss, die InitiatorInnen sind nicht unparteiisch, sondern haben eigene Vorstellungen von einer Welt, in der sie leben wollen. Und sie möchten mit diesem Zeitungsprojekt dem Ziel einer aufgeklärteren, offeneren, bunteren Gesellschaft näher kommen. Es geht aber nicht um einseitige Meinungs- und Informationsverbreitung, sondern um ein lebendiges, möglichst gleichberechtigtes Projekt, an dem alle Beteiligten - also RedakteurInnen, LeserInnen, VerteilerInnen, LayouterInnen etc. - die gleichen Rechte und gleichen Zugang zur Öffentlichkeit haben.

Schon jetzt gibt es einige MedienaktivistInnen, die Zeit und Energie in die Regionalzeitung stecken wollen. Sie möchten - auch alternative - Informationen zu Ereignissen in der Region zusammentragen, zum Teil selbst recherchieren, zu Diskussionen anregen. Das Zeitungsprojekt kann auch helfen, dass nichtkommerzielle Alternativen und Projekte bekannter und breiter genutzt werden. Es wird daher auch Terminkalender umfassen, die über anstehende Veranstaltungen informieren, Projekte vorstellen und Kontakte vermitteln. Einen größeren Anteil sollen LeserInnenzuschriften ausmachen, ein reger Austausch unter den Menschen in der Region möglich werden - unabhängig von der Beeinflussung durch einen großen Verlag oder die politische Führung der Stadt.

Die Regionalzeitung soll einen gewissen professionellen Anspruch haben (um ernstzunehmende Konkurrenz zu den kommerziellen regionalen Printmedien bilden zu können), aber gleichzeitig den offenen Charakter deutlich vermitteln. Sie soll damit auch eine Mitmachzeitung sein. Um Schwellenängste vor dem Schreiben oder dem Schritt in die Öffentlichkeit zu überwinden, gibt es die Idee regelmäßiger Workshop-Angebote zu kreativem Schreiben, Redaktionsarbeit, Layout etc. Auch die redaktionelle und grafische Arbeit an der Zeitung erfolgt offen - zum einen über eine offen nutzbare Wiki-Internetseite, auf der jedE ihre Beiträge veröffentlichen kann und die Gestaltung der nächsten Ausgabe entwickelt wird, zum Anderen dadurch, dass viele praktischen Arbeiten im Independent Media Center stattfinden, das ja allen Menschen offensteht.

Finanzierung

Um die Druckkosten finanzieren zu können, wird ein Mischkonzept verfolgt: Die Suche nach AnzeigenpartnerInnen wird einen gewissen Anteil des Budgets decken, weitere Gelder sollen über Medienprojekte hinzukommen, die durch einmalige oder auch längerfristige Projektförderungen eingenommen werden können. Durch die öffentliche Ausschreibung der geplanten Workshops als Bildungsveranstaltungen könnten weitere Gelder eingenommen werden.

Vernetzung

An der Braunschweiger Regionalzeitung können Menschen aus den unterschiedlichen schon laufenden Projekten mitarbeiten und so in direkten Austausch miteinander treten. Außerdem kann die Zeitung für Debatten über regionale Themen genutzt werden. Eine Veranstaltungsrubrik bewirbt die nächsten Veranstaltungen der verschiedenen AkteurInnen in Braunschweig.

Ausblick

Für den Anfang können wir nur eine monatliche Erscheinungsweise der Braunschweiger Regionalzeitung absichern. Wenn entsprechend viele Mitwirkende an der Zeitung interessiert sind, sind sowohl häufigere Erscheinungsweisen (bis zu wöchentlich) und größerer Seitenumfang vorstellbar. Dann wird allerdings auch die Finanzierung wieder eine wichtige Frage, da die Druckkosten wesentlich steigen werden. Neue Geldquellen müssen dann aufgemacht werden, ohne dass dabei die Unabhängigkeit oder Offenheit gefährdet wird.


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