Projekte:Offenes Büro

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Inhaltsübersicht

Offenes Büro

(Falk+++, Kim++)

Das Offene Büro will Menschen alle nötige Infrastruktur und Technik zur Verfügung stellen, um eigenständig Projekte umsetzen zu können. Z.B. können dies Schüler-, Vereins- oder Projektzeitungen sein, die hier entworfen und layoutet werden, oder auch Broschüren, Flugblätter oder Bücher. Das Offene Büro kann auch zur Kampagnenarbeit oder zur Vorbereitung von Aktionen genutzt werden. Pressearbeit, Mobilisierung zu Veranstaltungen und alles andere, was zur Organisation politischer Aktivitäten gemacht wird, soll hier möglich sein.

  • Flächenbedarf: ca. 30-40 m² (Arbeitsraum) + ca. 15 m² (Materiallager)
  • Inventar:
    • Kommunikations-Infrastruktur: Telefon, Fax, Internet
    • SafeWorks-PCs und weitere Computer für Internet- und Office-Anwendungen
    • Kopierer, Drucker, Scanner, Fotodrucker
    • ausleihbare Notebooks (Aktionscomputer) + transportabler Drucker
    • Bindegerät, Laminiergerät, Großtacker & -locher, Broschürentacker
    • Versandmaterial & Porto
    • Pinnwände
  • Materiallager:
    • Briefumschläge, Versandtaschen, Paketkartons
    • Papier, Laminierhüllen, Fotopapier, Etikettenbögen, Karton
    • Toner, Druckerpatronen, Nachfülltinten
    • Ordner, Stehsammler
    • Kleinbüromaterial: z.B. Kleber, Hefterklammern, Klebestreifen, Stifte
  • Output:
    • Workshops zu Kampagnenarbeit, Layout, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierungsmöglichkeiten
    • Materialien, Internetseiten und Öffentlichkeitsarbeit der Projekte
    • Bewerbung des Offenen Büros


Vorerfahrungen

Erste Erfahrungen mit einem Offenen Büro gab es bereits in Magdeburg in den Vereinsräumen von Greenkids e.V.. Diese wurden zunächst versuchsweise häufiger für die allgemeine Nutzung geöffnet, später lief dort das "Offene Büro" als eigenständiges Projekt, aus dem schließlich das Jugend-Umweltbüro entstand. Dort gab es vor allem Schwierigkeiten mit Kindern und Jugendlichen des sozialen Brennpunkt-Stadtteils Buckau, die sich in Zerstörungen und Diebstahl äußerten, aber auch grundlegende Probleme mit der "Selbstorganisation" der NutzerInnen der Räume. Aus diesen Erfahrungen wollen wir lernen und das Offene Büro in Braunschweig dementsprechend konzipieren.[1][2]

Organisierung des Offenen Büros

Das Offene Büro ist kein Dienstleistungsunternehmen. Was es hier gibt und wie gut es nutzbar ist, hängt von den Menschen ab, die hier arbeiten, also diese Räume mitbenutzen. Viele Materialien können kostenlos organisiert oder Zuschüsse für die Anschaffung besorgt werden. Dies zu tun liegt in der Verantwortung der NutzerInnen des Büros. Eine besondere Herausforderung wird dabei sein, auch den selteneren oder Kurzzeit-NutzerInnen zu vermitteln, dass auch sie zur Verbesserung und Aufrechterhaltung des Offenen Büros beitragen können und dass es auch für das Projekt wichtig ist, dass nicht nur einige DauernutzerInnen dafür zuständig sind.

Die Nutzung des Offenen Büros erfolgt gleichberechtigt. Es gibt keine Chefs, keinen Vorstand, kein Plenum, das darüber entscheidet, wer was wann machen darf. Wenn es unterschiedliche Vorstellungen über die Gestaltung und Nutzung der Räume gibt, werden Lösungen angestrebt, die für alle Betroffenen akzeptabel sind. Dazu ist es nicht nur nötig, sich Methoden anzueignen, die gleichberechtigte Organisierungsprozesse ermöglichen bzw. erleichtern, sondern auch offen über Erwartungen, Probleme und Wünsche zu kommunizieren. Sonst wächst die Gefahr, dass Konflikte im Hintergrund groß werden und eskalieren oder zur Verdrängung von Leuten führen.


Ressourcen organisieren

Der Betrieb des Offenen Büros erzeugt Kosten im Bereich Heizung, Elektrizität, Wasser/Abwasser und Telekommunikation, die nur bedingt eingeschränkt werden können. Natürlich ist es sinnvoll, wenn die NutzerInnen bedacht mit diesen Ressourcen umgehen, z.B. indem sinnvoll geheizt wird. Es wird allerdings unausweichlich nötig sein, für diese Bereiche Geld auszugeben. Und dieses muss natürlich auch erst mal organisiert werden. Das kann über Spenden, kreative Kooperationen mit den beteiligten Firmen (z.B. Anzeige in Veröffentlichungen gegen Stromlieferung), Zuschüsse oder andere Wege geschehen. Die Nutzung des Büros wird nicht davon abhängig gemacht werden, dass mensch Geld dafür gibt. Aber es sollte auch klar sein, dass es nicht völlig ohne auskommt.

Viele weitere Ressourcen, wie Verbrauchsmaterialien, Möbel, technische Geräte etc. lassen sich nicht nur marktförmig gegen Geld beschaffen, sondern können containert, als Spende (z.B. bei Herstellern und Bürobedarfsläden) organisiert, als Restmaterialien (z.B. Verschnittpapier von Druckereien) erfragt oder in kreativen Kooperationen (siehe oben) erworben werden. Ab und zu wird es auch passendes Material im Umsonstladen oder auf dem Sperrmüll geben. Viele Dinge können auch in kleineren Mengen von NutzerInnen immer mal wieder mitgebracht werden - z.B. Kopierpapier oder Druckerpatronen.

Als Teil des Projekthauses wäre es auch gut, wenn die NutzerInnen des Offenen Büros sich auch ein bisschen für die anderen Projekte und die Organisation des Hauses interessieren. Denn auch hier entstehen kosten, müssen bestimmte Arbeiten erledigt werden oder sind praktische Erweiterungen möglich, die der Unterstützung vieler Menschen bedürfen.

Ein Teil der Infrastruktur (z.B. Kopierer, einige PCs, Bindegerät, Laminiergerät) wird aus dem Jugend-Umweltbüro Magdeburg bereitgestellt werden, ist aber ergänzungsbedürftig.

Vernetzung

Das Offene Büro steht prinzipiell allen Menschen offen. Es hilft vor allem Leuten, die anders nicht oder nur schwer an die Infrastruktur herankämen, um ihre Projektideen umzusetzen. Auch Gruppen, die nicht über die nötige Technik oder Kommunikationsmittel verfügen, finden hier die entsprechenden Rahmenbedingungen, zum Beispiel zum Broschüren-Drucken. Da die Idee des Offenen Büros auch die Mitwirkung bei der Aufrechterhaltung der Infrastruktur umfasst, sollten die Arbeitsbedingungen durch mehr Mitwirkende auch immer besser werden - theoretisch.


  1. Offenes Büro geschlossen
  2. Fuchs im Hühnerstall