Projekte:Bibliothek

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Blick in das frisch eingezogene Archiv im Projekthaus in Mannsdorf

Bis zum selbständigen Betrieb der Bibliothek wird diese vom Archivprojekt mitbetreut und unterliegt dessen Regeln.


Bibliothek

Eine Bibliothek mit allerhand Literatur, die es in üblichen städtischen Bibliotheken nicht zu finden gibt, soll Bestandteil des Projekthauses sein. Hier gibt es gemütliche Leseecken, Arbeitsplätze mit Computern und Kopiermöglichkeiten. Die Bibliothek wird ständig mit neuen Büchern gefüllt, die Verlage kostenlos bereitstellen, und auch mit gebrauchter Literatur aus Auflösungen, Umsonstläden und Spenden erweitert. Zwei bereits jetzt erkennbare Schwerpunktbereiche der Bibliothek sind Ökologie und Science Fiction. Hinzu kommen Literatur mit allgemeinem Grundlagenwissen, IT-Bücher, Belletristik und Literatur zu den meisten politischen Themen.

  • Flächenbedarf: 30 m², ausbaufähig auf vorerst 60 m²
  • Inventar:
    • Literatur
    • Sitzecken und Arbeitsplätze mit Computern
    • Videoarchiv, Audioarchiv
  • Gratisökonomie-Potential:
    • Bücher- und Medienspenden
  • Output:
    • Bewerbung für die Bibliothek
    • Filmabende, Archivworkshops, Lesungen


Bücherbestände

Der allgemeine Bestand setzt sich aus belletristischen Büchern, wissenschaftlichen Grundlagenwerken und politischer Literatur zu Themen wie Ökologie, Innenpolitik, Demokratie, Herrschaftskritik, Erziehungskritik, Gender, Antispeziesismus zusammen. Auch Praxishandbücher, Nachschlagewerke und Wörterbücher finden hier ihren Platz. Noch ist der Bibliotheksbestand sehr klein, soll aber stark erweitert werden. Quellen dafür sind neben Privatspenden unter anderem Umsonstläden.

Aktueller Flächenbedarf: 2 Bücherregale

Utopien- und Science Fiction-Bibliothek

Den Hauptteil der Science Fiction-Bibliothek stellt eine umfangreiche Sammlung der Science Fiction-Serie PERRY RHODAN dar. Hiervon gibt es eine komplette Sammlung der etwa 100 "Silberbände", die jedes Jahr um drei neue Bände erweitert werden. Hinzu kommen mehrere Einzelreihen aus dem sogenannten "Perry Rhodan-Universum". Diese Sammlung wird von privater Seite permanent erweitert und kostenlos zur Verfügung gestellt.

Den zweiten größeren Bereich bildet Literatur zu Utopien. Dabei handelt es sich überwiegend um Sachliteratur, zum Teil aber auch um Romane. Der Rest dieser Spezialbibliothek setzt sich aus Einzelwerken von Kir Bulytschow, Jules Verne und vielen anderen AutorInnen zusammen.

Kontakt: Falk ÄTT greenkids.de[1]

Aktueller Flächenbedarf: 3 Bücherregale

Video- und Audioarchiv

Im Video- und Audioarchiv werden VHS- und Tonbandkassetten, DVDs, CDs und bei Vorhandensein auch Schallplatten mit Video- und Audiomaterial gesammelt. Das umfasst Dokumentationen, politische Videos und Audiobeiträge, aber auch konventionelle Filme und Musik. Letztere sind nicht nur zur Unterhaltung verwendbar, sondern können beispielsweise Grundlage zur Diskursanalyse sein, wenn es um die Normsetzung in der Gesellschaft oder den Utopiegehalt von Science Fiction geht.

Dieses Archiv dient auch der zeitgeschichtlichen Dokumentation der Entwicklung von Kultur, Gesellschaft und Politik. Die Nutzung der Bestände soll in der Regel im Projekthaus geschehen. Nicht in jedem Fall wird das umsetzbar sein (zum Beispiel bei Infoveranstaltungen außerhalb), so dass in Ausnahmefällen auch Ausleihen möglich ist. Dabei sollen die Modalitäten der Bibliothek angewendet werden. Das heißt vor allem, das nachvollziehbar ist, wer was bis wann ausgeliehen hat und wie diese Person erreichbar ist.

Formal dürfen viele Filme und Audioträger nicht ohne Genehmigung der UrheberIn kopiert werden. Das dürfen wir daher nicht erlauben. Allerdings gibt es wie in allen anderen Archivbereichen auch hier keine Kontrolle, so dass nicht sichergestellt werden kann, dass sich alle NutzerInnen daran halten.

Wenn politische Audio- oder Videobeiträge gestaltet werden, sind Ausschnitte populärer Filme oder Lieder häufig sehr praktisch. Daher soll es hier die entsprechende Infrastruktur geben, um solche Auszüge herzustellen. Die Beachtung von Urheberrechten und anderen gesetzlichen Vorschriften ist Sache der NutzerIn.

Ein großer Teil des Video- und Audioarchivs liegt nur digital vor. Diese sind im Digital-Archiv zu finden, das auch an Computern im Video- und Audioarchiv nutzbar ist.

Aktueller Flächenbedarf: 2 Aktenregale

Ausleihmodalitäten

In erster Linie ist die Bibliothek ein Ort, an dem Bücher vor Ort gelesen werden. Wenn dies für NutzerInnen nicht praktikabel ist, können diese Medien auch ausgeliehen werden.

Für alle ausgeliehenen Medien soll nachvollziehbar sein, wer sie wann und wie lange ausgeliehen hat. Dafür könnten Ausleihkarten vorgefertigt werden, in denen neben den genannten Informationen Titel und VerfasserIn des Mediums und Angaben zur AusleiherIn festgehalten werden. Damit bei Bedarf Kontakt zu der Person aufgenommen werden kann, sollten von dieser auch Mailadresse, Telefonnummer und/oder Wohnadresse hinterlegt werden. Praktikabel wäre es für häufige NutzerInnen solche Informationen dauerhaft anzulegen, wenn diese das auch wollen. Ansonsten müssten sie ihre Angaben mit jeder Ausleihe neu machen.

Es soll keine Vorgaben geben, wie lange ein Medium ausgeliehen werden kann. Aber es sollte darauf hingewiesen werden, dass die verliehenen Medien anderen Leuten dann nicht zur Verfügung stehen, was für eine Bibliothek, die für die Projektarbeit nutzbar sein werden soll, ungünstig ist. Bestimmte Medien wie Nachschlagewerke sollten prinzipiell nicht ausgeliehen werden.

Organisation

Für die Verwaltung der Bestände wäre eine Datenbank günstig. Hierbei könnte auch überlegt werden, ob diese online zugänglich gemacht wird, was eventuell Menschen, die im Internet Literatur finden, die sie gern hier ausleihen möchten, in das Projekthaus führt. Allerdings bedeutet dies auch einigen Aufwand. Die Umsetzung wird abhängig davon sein, ob sich Leute finden, die diese Idee umsetzen wollen.

Angestrebt wird, dass sich Einzelpersonen oder Gruppen finden, welche die Organisierung und Verwaltung einzelner Themenbereiche übernehmen. Die Utopien- und Science Fiction-Bibliothek sind bereits selbständig organisiert. Für den Ökologiebereich sowie das Video- und Audioarchiv ist eine solche Vorgehensweise ebenfalls vorstellbar. Aufgabe wäre hier die Erfassung und Zuordnung neuer Medien.

Zur Beschaffung neuer Bestände könnte besondere Workshops veranstaltet werden, bei denen nicht nur Verlage angefragt, sondern auch Gratisanzeigen für die Bibliothek in Lokalblättern organisiert und Flyer zur Bewerbung angefertigt werden. Zur Erfassung der Bücher in einer Datenbank könnte ein weiterer Archivierungs-Workshop organisiert werden.

Solange es nicht nötig ist, Kontrolle über die Ausleihvorgänge zu üben, weil diese selbstverantwortlich funktionieren, müssen dafür keine besonderen Bibliotheksdienste vereinbart werden. Sollte auffällig werden, dass Bestände der Bibliothek beschädigt oder privatisiert (geklaut) und damit der offenen Nutzung entzogen werden, müssen Wege überlegt werden, wie die Rahmenbedingung gestaltet werden könnten, um solche Vorgänge zu reduzieren und die Offenheit des Projekts zu erhalten. Die Entscheidungen und Abspracheprozesse innerhalb der Bibliothek werden eigenständig und gleichberechtigt organisiert.

Kosten

Bücher, Datenträger, Filme und Musik können als Rezensionsexemplare und Spenden von den herausgebenden Verlagen bezogen werden. Weitere Quellen für Neuerwerbung der Bibliothek sind private Buchspenden, aussortierte Bibliotheksbestände, Umsonstläden und im Sperrmüll entsorgte Bücher. Annoncen in Lokalzeitungen, dass Bücherspenden gesucht werden, könnten den Bestand schnell erweitern. Ebenso ist gut vorstellbar, das bei privaten oder öffentlichen Bibliotheksauflösungen Material an die Bibliothek abgegeben wird. Die Erweiterung des Bestands kann also komplett kostenlos erfolgen.

Weitere Aufwendungen aus dem Betrieb der Bibliothek ergeben sich aus der Nutzung des Kopierers, den normalen Betriebskosten der Räume sowie den Ausgaben für den Versand von Anfrageschreiben an Verlage und Organisationen zur Erweiterung der Bestände. Diese Ausgaben können nur schwer gratis organisiert werden. Ausnahme bildet die Verschickung von Post, falls andere Organisationen wie Gewerkschaften, ASten oder andere NGOs diese übernehmen. Regale, Speichermedien und Büromaterialien müssen beschafft und kontinuierlich ergänzt werden, was zumindest zum Teil als Spende oder gebraucht organisierbar ist. Da die technische Infrastruktur des Offenen Büros (z.B. Internet, Server und Clientrechner) mitgenutzt wird, sollte auch ein Anteil an dessen Betriebskosten einberechnet werden, wenn Förderungen für die Bibliotheken beantragt werden. Werden Kopien angefertigt, entstehen auch dafür Kosten. Es soll zwar eine Spendendose für die Kopierernutzung aufgestellt werden, erfahrungsgemäß sind diese Einnahmen aber geringer als die Ausgaben. Nicht zu vergessen ist ein Beitrag zu den Grundkosten des Hauses.

Ein Teil der entstehenden Aufwendungen kann offensichtlich nicht oder nur schwer gratis organisiert werden. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn versucht wird, zumindest hin und wieder Zuschüsse für die Bibliothek zu organiseren. Wenn mal ein größerer Förderantrag bewilligt wird, könnten davon wiederum andere Projekte mitgetragen werden. Natürlich könnte auch versucht werden, die Betriebskosten (insbesondere für die Verschickung von Anfragebriefen und für den Kopierer) nur über Spenden abzudecken. Damit würde aber ausgeblendet werden, dass darüberhinaus weitere Kosten anfallen. Im Notfall kann die Bibliothek auch ohne eigene Einnahmen betrieben werden, dann müsste z.B. auf Kopien verzichtet werden.

Vernetzung

Eine Kooperation mit lokalen Gruppen / Treffpunkten wären erfreulich.


Bibliothek-Software

Als ein erster Schritt zur Erfassung von Büchern haben wir uns eine Archivierungsdatenbank angeschaut, die online genutzt werden kann und dann auch von vielen Archiven gemeinsam verwendet werden könnte. Diese Software haben wir noch nicht sehr genutzt, es ist also noch unklar, wie brauchbar sie wirklich für uns ist. Wenn es sinnvoll erscheint, sollen einzelne Archive angefragt werden, ob sie diese Software mitnutzen wollen, da damit der Aufwand für die einzelne NutzerIn sinkt (ein Buch z.B. muss nur einmal vollständig erfasst werden, danach reicht es per weniger Mausklicks mitzuteilen, dass ein schon erfasstes Buch auch in dem eigenen Archiv zu finden ist).

Die betreffende Software ist irgendwie mit Amazon liiert. Wir wollen rauskriegen, ob es sich um freie Software handelt und wir die statt der amazonnahen Mitnutzung auf einem Server selbst aufsetzen und autonom nutzen können.

Das bisherige Konzept für Archiv und Bibliothek für das Projekthaus wird in den nächsten Wochen noch überarbeitet werden.

Bewertung der Bibliotheks-Software

  • Librarything:
    • ein bisschen starr, da nicht sehr viele Einstellungen möglich zu sein scheinen, besonders wenn (fremde) Leute sich einfach mal anschauen wollen, welche Bestände es gibt, dauert es eine Weile bis mensch das gesuchte findet...
      • das ist aber vielleicht kein so großes Problem, wenn wir diese Software vor allem zur Verwaltung der Bücher nutzen wollen (also um einen eigenen Katalog zu haben, nachschlagen zu können und die vorhandenen Bücher aufzulisten) - aber eigentlich sollte es auch eine Suchmaske für ArchivnutzerInnen geben; also doch nicht unwichtig...
    • für Zeitschriften nicht optimal, da z.B. die ISSN kein eigenes Feld hat und auch andere Zeitschriften-typische Felder fehlen
      • das kann improvisiert werden (z.B. durch Eintragen der ISSN in das ISBN-Feld - führt aber u.U. zu Fehlern bei anderen Funktionen, die automatisch auf die ISBN zugreifen)
      • für das grüne blatt mal probiert, geht vielleicht, ist aber nicht super optimal
      • Suche nach anderer Software für die online Zeitschriften-Archivierung war komplett erfolglos - daher keine Alternativen zur Zeit...
  • OpenBiblio:
    • freie Software mit ISBN/ISSN-Suche, die alle weiteren Daten automatisch ergänzt. Die hat jedoch bei mir bisher nicht funktioniert. --Kardan 03:48, 16. Mai 2008 (CEST)

Archivdatenbank-Projekt einiger linker Infoläden

  • http://www.nadir.org/dataspace -> betrieben vom Infoladen Leipzig
    • Hinweis darauf kam auf meine Nachfrage vom Archiv der Sozialen Bewegungen Bremen. Ich habe in Leipzig jetzt angefragt, ob wir die Datenbank mitnutzen können. Die sieht ziemlich passend aus. --Falk 08:02, 10. Aug 2008 (CEST)
sieht gut aus, würd gern wissen, was die antworten --Kardan 19:34, 10. Aug 2008 (CEST)


Ideen für die Bibliothek

  • "Wer ein Buch aus einem Offenen Raum mitnimmt, privatisiert es!" -> Aufkleber oder Stempel im Buch
  • Nummerierung/Bezeichnung auf Buchrücken anbringen, so dass einfacher in Regalen eingeordnet werden kann (farbige Unterscheidung nach Kategorien, die sich in den BiBo-Bereichen wiederfinden, können hilfreich sein)


  1. Zum Schutz vor automatischen Mailadressen-Robots, die nach Adressen suchen und diese dann mit Spam-Mails überfluten, ist diese Mailadresse für diese Robots unleserlich formatiert. Um eine korrekte Mailadresse zu erhalten muss ÄTT durch das @-Symbol ersetzt werden.